Schwarze Tafel mit Schriftzug "Detox?". Daneben liegen verschiedenen Gemüsesorten und Gläser mit Gemüsesäften.

Hauptsache Fasten?!

Nulldiät, Saftfasten, Teefasten … was ist sinnvoll?

Am Aschermittwoch beginnt die klassische Fastenzeit und viele stehen auch dieses Jahr wieder vor der Qual der Wahl: Saftfasten, Teefasten, Nulldiät oder doch mal etwas ganz anderes?

Eat2day bringt Licht in den Fasten-Dschungel und verrät, worauf wir achten sollten und was uns leider mehr schadet als Gutes tut.

Gut zu wissen

Fasten ist nicht für jeden geeignet.
Keineswegs fasten sollten Menschen, denen innere Reserven fehlen. Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem, Krebskranke, Personen mit Essstörungen, chronischen Entzündungen sowie Magengeschwüren. Gleiches gilt für Schwangere, Stillende und Kinder.

Teefasten oder Nulldiät – Warum “Nichts” einfach viel zu wenig ist

Zwar kann unser Körper mehrere Tage ohne feste Nahrung auskommen, jedoch geht ein mehrtägiger Mangel nicht spurlos an ihm vorbei.

So kann es als unerwünschter Effekt zu einem Abbau von Muskelmasse kommen, wenn nicht genügend Eiweiß aufgenommen wird. Das Weniger auf der Waage bei dieser Form des Fastens ist vor allem Wasser und wertvolle Muskelmasse.

Der Körper fährt auf Sparflamme herunter. Sobald wieder „normal“ gegessen wird, sorgt er für schlechte Zeiten vor, indem er eifrig Reserven speichert. Die klassische Jojo-Karriere droht.

Auch unsere Gesundheit kann leiden!
Neben einem Mangel an essenziellen Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen können auch Erkrankungen wie Gicht, Gallen- und Nierensteine drohen.

Saftfasten – Der direkte Weg zur Fettleber

Besonders effektiv verfettet die Leber durch Fruchtzucker. Denn nur Leberzellen können Fruchtzucker verarbeiten und daraus für den Rest vom Körper verwertbaren Traubenzucker (Glukose) herstellen.
Das bedeutet: Fruchtzucker landet zunächst in der Leber.

Insbesondere Säfte und Smoothies sind oft wahre Fruchtzucker-Bomben. Kommt zu viel Fruchtzucker auf einmal angeflutet, wandelt ihn die Leber hektisch in Fett um, wovon sie eine große Menge selbst speichert – so ist es mit der Fettleber nicht mehr weit hin.

So geht Fasten heute

Leberfasten nach Dr. Worm berücksichtigt die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die Lebergesundheit und den Stoffwechsel.
Es wurde von dem Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Nicolai Worm und mit dem Internisten und Ernährungsmediziner Dr. med. Hardy Walle entwickelt.

Das Leberfasten basiert auf einem klar strukturierten Drei-Mahlzeiten-Prinzip.

Ziel ist es,

  • den Stoffwechsel zu entlasten,
  • die Leberfunktion zu unterstützen und
  • gleichzeitig stabile Blutzuckerwerte zu fördern.

Durch feste Essenszeiten ohne Zwischenmahlzeiten erhält der Körper längere Pausen, in denen er verstärkt auf Fettreserven zurückgreifen kann. Typischerweise bestehen die drei Mahlzeiten aus eiweißreichen, kohlenhydratreduzierten und nährstoffdichten Lebensmitteln.

Dieses Konzept

  • reduziert Heißhunger,
  • stabilisiert den Insulinhaushalt und
  • aktiviert die Fettverbrennung.

Gleichzeitig wird die Kalorienzufuhr kontrolliert, ohne dass ein starkes Hungergefühl entsteht. Das Drei-Mahlzeiten-Prinzip gilt dabei als zentrale Säule des Programms, da es Struktur in den Alltag bringt und langfristig leichter umzusetzen ist als komplexe Diätmodelle.
Zum Wohle Ihrer Gesundheit und Ihrer Leber!

Korb mit Gemüse: roter Paparika, Brokkoli, Kohlrabi, Karotten. Daneben steht das Leber fasten-Kochbuch und eine Dose Hepafast, ein Maßband liebt um die Dose.

So geht Fasten heute!

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Bild: Canva Pro

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