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Gelenkfit-Zeit Rheuma-Tag

Gelenkfit

Mit der nasskalten Jahreszeit verstärken sich meist die Beschwerden an den Gelenken. So rückt der
Welt-Rheuma-Tag das Thema Gelenkgesundheit jedes Jahr am 12. Oktober in den Fokus: Das ist der ideale Startzeitpunkt, um etwas Gutes für Ihre Beweglichkeit zu tun!

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit. Hände, Knie- und Hüftgelenke sind am häufigsten betroffen. Arthrose macht leider auch vor jüngeren Menschen nicht Halt: Bis zum 45. Lebensjahr ist bereits fast jeder 10. betroffen.

Erfahren Sie wissenswertes über

  1. Ernährung und Vitalstoffe
  2. Darmgesundheit und
  3. Bewegung

Machen Sie den Test!

Laufen Ihre Gelenke wie geschmiert?

JANein
Fühlen sich Ihre Gelenke morgens manchmal steif oder wie „eingerostet“ an?
Leiden Sie manchmal unter Belastungsschmerzen in den Gelenken?
Schmerzen Ihre Gelenke auch im Ruhezustand?
Macht sich ein Witterungswechsel bei Ihnen in den Gelenken bemerkbar?
Knirschen Ihre Gelenke bei Bewegung?
Üben Sie eine berufliche Tätigkeit aus, die Ihre Gelenke stark belastet?
Leiden Sie an X- oder O-Beinen?
Hatten Sie bereits eine schwere Verletzung oder Operation an den Gelenken?

Ihre Erfolgsformel im Herbst

Ernährung ist wichtiger als man denkt …

Bringen Sie wieder Freude an Bewegung Ihr Leben!
Insbesondere bei Gelenkschmerzen zählt jedes Kilogramm Entlastung.
Die richtige Ernährung und ausgewählte Vitalstoffe sind das A und O, ob zur Linderung oder Prävention.

Nicht die Kalorien, sondern die Nährstoffe sind entscheidend:

Eiweiß erhöhen (20 bis 30 % der täglichen Energiezufuhr),
im Gegenzug Kohlenhydrate reduzieren (30 bis 40 % der täglichen Energiezufuhr),
Fette optimieren (30 bis 40 % der täglichen Energiezufuhr) und auf die Omega 3 Fettsäure-Zufuhr achten (Nüsse, Samen, Öle, Fisch).

  • Eiweißreich: besonders wertvoll ist Molkeneiweiß z.B. in Milch, Joghurt, Topfen sowie Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen, …)
  • Mineralstoffe: z.B. Calcium ist der wichtigste Baustein der Knochen. Die Vitamine D3 und K2 regulieren die Calciumverwertung im Körper.
  • Vitamin D: Vitamin D3 fördert die Aufnahme und den Transport von Calcium im Darm und unterstützt den Einbau von Calcium in die Knochen.
  • Vitamin K: Vitamin K2 aktiviert das Protein Osteocalcin, das den Einbau von Calcium ins Knochengewebe unterstützt. Vitamin K2 regelt den Transport und die Verteilung von Calcium im Körper.
    Vitamin K2 leitet Calcium zu den Knochen.
    Vitamin K2 (Menachinon) ist die biologisch aktivste Form von Vitamin K.
    Bekannt sind 10 verschiedene Menachinone (kurz MK), MK-7 zählt zu den bedeutendsten. Es ist hauptsächlich enthalten in Joghurt, gereiftem Käse, Sauerkraut, fermentiertem Gemüse und geräuchertem Fisch.
    MK-7 wird in SANA-PRO CALCIUM BIOTIN D3 K2 eingesetzt.
  • Antioxidantien: Vitamin A, C, E, Betacarotin
    Bei Entzündungsprozessen entstehen Sauerstoffradikale. Antioxidantien können diese minimieren und abbauen. Daher wirken Nahrungsmittel mit einer antioxidanten Wirkung stark unterstützend.
  • Ballaststoffe: viel Gemüse, Salat, Vollkornprodukte

Ein erhöhter Konsum von Kaffee (5-10 Tassen pro Tag) kann die Entstehung von rheumatoider Arthritis fördern. Daher ist eine Reduktion des Kaffeekonsums vorteilhaft.

Spezielle Wirkstoffkombinationen bieten die ideale Unterstützung in Sachen Gelenkgesundheit. Individuell einsetzbar und in Kombination mit dem Bodymed-Ernährungsprogramm,
Leberfasten nach Dr. Worm® oder DAY START (finden Sie hier viele tolle DAY START-Rezepte).

Glucosamin

Glucosamin ist der Grundbaustoff für alle Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochenstrukturen im Körper und spielt eine wichtige Rolle bei der Reparatur sowie dem Wiederaufbau geschädigter Knorpel in den Gelenken und der Wirbelsäule. Je mehr Glucosamin dem Körper zur Verfügung steht, desto mehr Knorpelmasse kann produziert werden.
Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Glucosaminproduktion ab. Das Gelenk „trocknet“ buchstäblich aus, die Knorpelmasse wird schlecht ernährt und kleine Verletzungen heilen nicht mehr von selbst.

Chondroitinsulfat

Auch Chondroitin ist ein wichtiger Bestandteil des Knorpelgewebes. Seine bioaktive Form, das Chondroitinsulfat, bindet große Mengen Wasser im Bindegewebe und gibt ihm dadurch seine Elastizität und seine stoßdämpfenden Eigenschaften.
In SANA-PRO COMPACT liquid arthro finden Sie eine perfekte Kombination von Glucosamin und Chondoitinsulfat zur Unterstützung Ihrer Gelenke.

Gelatine

Gelatine ist ein Protein mit hohem Gehalt an Hydroxyprolin, einer Aminosäure, die Hauptbestandteil von Knorpel, Sehnen, Bindegewebe, Haut, Haaren und Nägeln ist. Gelatine trägt zum Erhalt einer normalen Gelenk- und Knorpelfunktion bei. Die beste Wirksamkeit zeigt bereits aufgespaltene Gelatine, sogenanntes Hydrolysat aus kollagenem Eiweiß, da dieses leichter aufgenommen und besser verwertet wird.
Entscheidend ist der Gehalt an kollagenen Amino-säuren: Prolin, Glycin, Hydroxyprolin sollten in einem bestimmten Verhältnis wie z. B. in SANA-PRO TRINKGELATINE enthalten sein.
Die SANA-PRO TRINKGELATINE zeichnet sich durch sehr gute Löslichkeit aus. Sie wird gut vom Körper aufgenommen, da die enthaltenen Proteine bereits aufgeschlossen sind.
Neben den wichtigen Aminosäuren enthält die SANA-PRO TRINKGELATINE Vitamin C.

Vitamin C und E

Die Vitamine C und E haben wichtige antioxidative Eigenschaften, was bei arthrotischen Gelenkerkrankungen von besonderer Bedeutung ist. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen und Knorpel bei. Darüber hinaus katalysiert Vitamin C den Aufbau von kollagenem Bindegewebe.

Omega-3 Fettsäuren

Omega-3 Fettsäuren schützen nicht nur die Gefäße, sondern helfen dem Körper bei der Entzündungshemmung in den Gelenken. Verschiedene Studien weisen die Effekte bei Arthrose und Arthritis (rheumatoide Arthritis) nach. So konnte nachgewiesen werden, dass Omega-3 Fettsäuren die Wirkung von Chondroitin und Glucosamin verstärken.
Bewegungsmangel, Rauchen und Alkohol sowie ungesunde und zu fette Ernährung führen zu einem Omega-3 Fettsäure Mangel.
Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren finden Sie in pflanzlichen Quellen wie Lein- und Algenöl, insbesondere aber in fettreichen Seefischen wie Thunfisch, Lachs (beide am besten aus Wildfang) sowie Hering und Makrele! Daher sollte mindestens 1-2x pro Woche Fisch auf dem Speiseplan stehen.
Alternativ kann der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren durch Kapseln ergänzt werden. Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) tragen zu einer normalen Herzfunktion und fitten Gelenken bei.
SANA-PRO OMEGA-3 liefert Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) in ausreichender Menge.

Bitte geben Sie im Bodymed-Onlineshop bei Ihrer Bestellung Bodymedcenter Eat2day an. Danke!

Fitter Darm – fitte Gelenke

Darmgesundheit Fragebogen

Arthrose: Gestörte Darmflora könnte die Ursache sein

Forscher gingen lange Zeit davon aus, dass Arthrose, die sich bei übergewichtigen Menschen entwickelt, ganz einfach die Folge einer zu starken Gelenkbelastung aufgrund des hohen Körpergewichts ist.
Eine Studie vom April 2018 aber lässt nun vermuten, dass es stattdessen die Darmflora ist, die – wenn sie infolge einer ungesunden Ernährung gestört ist – bei Übergewichtigen zu einer Arthrose führen bzw. eine bestehende Arthrose rasch voranschreiten lassen kann.
Einige unserer Darmbakterien sind mit rheumatoider Arthritis assoziiert u.a. Bacteroides, Bifidobacterium, Faecalibacterium prausnitzii.

Pro-, Präbiotika und Vitalstoffe können die Darmflora wieder aufbauen und Arthrose stoppen!
Besagte Untersuchung zeigte, dass die typisch westliche, meist fettreiche Ernährung die Darmflora verändert, systemische d.h. den ganzen Körper betreffende Entzündungsprozesse auslöst oder verstärkt und auf diese Weise zur Zerstörung der Gelenke beiträgt bzw. diese beschleunigt.
Interessanterweise jedoch können präbiotisch wirksame Nahrungsmittel, das sind Ballaststoffe wie z.B. Lauchgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Hafer, Schwarzwurzeln, Spargel, Artischocke, Apfelpektin, diesen Prozess umkehren.
Holen Sie sich Ihren € 2.- Gutschein auf OMNi-BiOTiC®- und OMNi-LOGiC®- Produkte sowie Caricol® in der Eat2day-Praxis!

Maßgeschneidertes Training

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Neben einer ausgewogenen Ernährung ist auch Bewegung von enormer Bedeutung.
Im benachbarten Momentum – Institut für maßgeschneidertes Training können Sie Bewegungs-Kräfte aktivieren & wohltuende Veränderung schaffen.
Persönliches und individuelles Training – in angenehmer Atmosphäre, mit herrlichem Blick ins Grüne!

Nun können Sie mit

Ernährung – Bewegung – Prävention – Medizin – Einzel- und Gruppenberatungen sowie Vorträge an einem Ort genießen!
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Wir freuen uns auf Sie!

Quelle: Bodymed AG, Institut AllergoSan
Foto: arthrocalman-2384253_1920_naturwohl-gesundheit auf Pixabay

Welternährung

WELTERNÄHRUNGSTAG

Am 16. Oktober ist Welternährungstag.
Seit 1979 steht dieser Tag – initiiert von der 1945 gegründeten Food and Agriculture Organization of the United States (FAO)- ganz im Zeichen des Welthungers und der Ernährungssicherheit. Denn neben der Beseitigung des weltweiten Hungers gilt auch die Sicherstellung einer adäquaten, bedarfsdeckenden Ernährung der rasch wachsenden Bevölkerung unter Berücksichtigung einer klimaschonenden Produktion als „die“ Herausforderung unserer Zukunft. Höchste Zeit also, sich neben der Vermeidung von Verlusten und Verwurf nach wohlschmeckenden und bedarfsgerechten, aber zugleich auch nachhaltigen Lebensmitteln umzusehen!

Fleischkonsum und seine Konsequenzen

Der FAO zufolge müssen im Jahr 2030 über 9 Milliarden Menschen ernährt werden. Durch das rasante Bevölkerungswachstum, die Verstädterung und die wachsende Mittelklasse wird zukünftig vor allem der Bedarf an hochwertigen Proteinquellen, etwa aus Fleisch und Fleischprodukten, steigen. Zwar arbeitet die Industrie derzeit intensiv an der Entwicklung von Fleischersatzprodukten, dennoch rechnet die FAO mit einer Steigerung der Fleischproduktion von 330 Millionen (Stand 2017) auf 455 Millionen Tonnen im Jahr 2050.

Rund 64 kg Fleisch (Quelle: Statistik Austria 2019) landen jährlich auf den Tellern der ÖsterreicherInnen. Im europäischen Vergleich belegen wir damit laut Global 2000 den dritten Platz hinter Luxemburg und Spanien. Auch weltweit befinden wir uns damit im Spitzenfeld. Damit liegt der Fleischkonsum weit über den Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE).

Neben den gesundheitlichen Konsequenzen ungesunder Ernährungsgewohnheiten, wie etwa die Entstehung von Zivilisationskrankheiten, gehen ein hoher Fleischkonsum, wie wir ihn derzeit pflegen, vor allem auf Kosten der Tiere und der Umwelt:

  • Übermäßiger Antibiotika-Einsatz,
  • Tierquälerei durch Massentierhaltung,
  • Verlust der Artenvielfalt,
  • Brandrodung von Regenwäldern für weitere landwirtschaftliche Flächen,
  • enormer Verbrauch des verfügbaren Süßwassers und
  • Treibhausgas-Emissionen

sind nur einige der Probleme. Ein geringerer Verzehr von tierischen Produkten würde also nicht nur unserer Gesundheit, sondern auch unserem Klima zu Gute kommen.

Insekten, Schnecken und Co –
Food-Trend oder Nahrung der Zukunft?

Auf der Suche nach Alternativen, oft sogar aus ökonomischer, ökologischer und ernährungswissenschaftlicher Sicht äußerst interessanten und vielversprechenden Lebensmitteln, scheint kein Weg an Insekten, Schnecken & Co. vorbeizuführen. Doch handelt es sich dabei um die Nahrung der Zukunft oder „nur“ um einen weiteren Food-Trend?

Alternative Proteinquellen im Vorteil

Der FAO zufolge werden weltweit jährlich 1900 Insektenspezies konsumiert. Sie tragen damit zur Ernährung von ca. zwei Milliarden Menschen, vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika bei.
„Entomophagie“, wie der Verzehr von Insekten durch Menschen in der Fachsprache bezeichnet wird, hat zahlreiche Vorteile zu bieten: Insekten etwa produzieren im Vergleich zu Rinderhaltung nur einen Bruchteil an Treibhausgasen undbesitzen unter anderem dadurch einen weitaus kleineren ökologischen Fußabdruck.
Da es sich bei den gängigen essbaren Insekten jedoch um Tiere handelt, die Großteils in wärmeren Regionen beheimatet sind, bleibt noch zu prüfen wie hoch der tatsächliche Energieeinsatz für die Aufzucht nennenswerter Mengen diverser Insekten in unseren Breiten ist.

Neben den ökologischen Vorteilen sind Insekten auch ernährungsphysiologisch äußerst interessant. Da ihre Zusammensetzung je nach Art, Fütterung und Aufzucht stark variiert, liegen derzeit noch keine ausreichenden Daten über ihre genauen Nährwerte vor.  Sie gelten jedoch weitgehend als sehr proteinreich und reich an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen sowie Vitamine und verschiedenen Mikronährstoffen.
Eine Studie an einer kommerziellen Insektenzucht unter Mitarbeit der FAO etwa zeigte, dass 170 Gramm Grillen rund 60% weniger gesättigte Fettsäuren und doppelt so viel Vitamin B12 wie die gleiche Menge Rinderfaschiertes enthielt. Die Studie zeigte weiter, dass Grillen auch deutlich weniger Wasser, Futter und Zuchtfläche benötigen. Dies bestätigt auch die niederländische Universität Wageningenin einer Studie: Ein Schwein produziert demnach zehn bis hundert Mal mehr Treibhausgase pro Kilogramm Wachstum als zum Beispiel Mehlwürmer.

Neben Insekten gelten aber auch Schnecken und Pilze vor allem aus ökologischer Sicht als vielversprechende Nahrungsmittel der Zukunft. Kein Wunder also, dass Insekten-Riegel, Bienenkaviar, Weinbergschnecken und Austernpilze längst auch das Interesse der Lebensmittelindustrie geweckt haben. Auch die Europäische Union hat das Potential von Insekten & Co. in der Ernährung erkannt und seit Anfang 2018 das Inverkehrbringen durch die Europäische Verordnung über neuartige Lebensmittel („Novel Food-Verordnung“) geregelt.

Auch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz hat sich den Insekten als Nahrungsmittel angenommen und gemeinsam mit dem Institut für Fleischhygiene und dem Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Wien entsprechende Vorgaben erarbeitet, dass Insekten als Nahrungsmittel für den Konsumenten auch als solche erkennbar sind.

Altbewährte Delikatessen neu entdeckt

Insekten & Co. werden in vielen Kulturkreisen und Kontinenten seit langem konsumiert und auf Grund ihres Geschmacks auch sehr geschätzt. Auch in der Wiener Küche galten Weinbergschnecken schon im Mittelalter als Delikatesse, doch haben sie im Laufe der Zeit an Beliebtheit verloren. Bevor sie neben Käfern, Raupen und Heuschrecken auch bei uns wieder als praktikable Proteinquelle regelmäßig auf dem Teller landen, müssen jedoch noch einige Barrieren überwunden werden. So gilt es, neben der Überwindung von psychologischen und kulturellen Vorurteilen, vor allem auch die toxikologischen und mikrobiologischen Risiken abzuklären und die allergenen Potentiale zu erforschen.

 

Quelle: Verband der Ernährungswissenschaften Österreichs (VEÖ)
Der Verband der Ernährungswissenschaften Österreichs (VEÖ)  bietet eine Kontaktplattform am Sektor Ernährung für Fachleute, Organisationen, Unternehmen, aber auch der interessierten Öffentlichkeit. Wichtige Ziele des Verbands sind unter anderem die fachspezifische und berufsübergreifende Fortbildung und Weiterqualifizierung sowie eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung. Dadurch trägt der Verband auch maßgeblich zur Ernährungsaufklärung und somit Gesundheitsförderung der Bevölkerung bei.

Bild von Rodrigo Joaquin Mba Mikue, Pixabay

Unbeschwerter Reise-„Genuss“

Reisezeit – Fit in den Urlaub!
Wenn einer eine Reise plant, …

Die Schulferien sind zur Hälfte schon vorbei, doch für manche steht eine Urlaubsreise noch bevor.
Urlaub, Sonne, Erholung, das ist für viele die schönste Zeit!
Und wer eine Reise plant, der sollte sich gut vorbereiten. Es lohnt sich auf seinen Körper, insbesondere auf seinen Darm und die Ernährungsgewohnheiten zu achten. Denn viele Urlauber haben vor Ort oder nach dem Urlaub mit „Montezumas Rache“ zu kämpfen.

Wie sind die klimatischen, hygienischen und kulinarischen Bedingungen im Reiseland?
Prophylaktische Maßnahmen können hier sehr sinnvoll sein!
Ungewohnte Kost, Keime im Wasser, ein ungewohnter Tagesrhythmus und Klimaveränderungen können zu Darmbeschwerden und Durchfallerkrankungen führen.
Um diesen vorzubeugen kann schon vor Reiseantritt die Einnahme von einem hochwertigen Probiotika empfehlenswert sein.
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die nach Anwendung in angemessener Keimzahl eine gesundheitsförderliche Wirkung auf den Menschen ausüben.

Doch warum ist diese Art von Reiseplanung so wichtig?
Hier ein paar Fakten zu unserem sensiblen Verdauungsorgan „Darm“.

Wellness für den Darm

Das Mikrobiom, auch bekannt als Darmflora, ist unser Superorganismus schlechthin. Wir haben 1000 Mal mehr Bakterien als Gene im Körper und davon über 1000 verschiedene Spezies. Beeinflusst wird das Mikrobiom durch zahlreiche Faktoren.

Zu wenig Schlaf oder ein gestörter Schlafrhythmus schaden der gesunden Bakterienvielfalt genauso wie ein unausgewogenes Essverhalten, Entzündungen, Rauchen, Stress oder Medikamente.

Ausreichende Sonnenexposition (Vitamin D-Synthese) und eine ausgewogene Ernährung fördern hingegen eine positive Zusammensetzung der Mikrobiota.

TOP: 👍😀

Eine bunte Mischung von pflanzlichen Lebensmitteln, Vollkorngetreide (Ballaststoffe), Milchprodukten (insbesondere Kefir), mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren in fettreichen Fischen) und fermentierte Produkte (z.B. Sauerkraut oder Kimchi), Gewürze wie Zimt und Kurkuma sowie Bewegung sind empfehlenswert.

FLOP: 👎❗️

Gesättigte Fettsäuren (viel Fleisch und -produkte), hoch verarbeitete Lebensmittel, zugesetzter Zucker und ein hoher Konsum von Alkohol wirken sich hingegen negativ auf unsere Darmgesundheit aus.

Wer seine Darmflora pflegen will, orientiert sich am besten an den Empfehlungen der österreichischen Ernährungspyramide.

„Reiseversicherung“ für den Darm

Speziell ausgewählte Bakterienstämme sorgen dafür, dass Sie jeden Tag Ihrer Reise genießen können. Beginnen Sie am besten bereits eine Woche vor dem Urlaub mit der täglichen Einnahme von Probiotika und setzten dies während der gesamten Reise fort. Sie können Ihre tägliche Portion Darmbakterien (oft als Pulver erhältlich) statt in Wasser auch problemlos in Joghurt, Milch oder Tee (bis max. 40° C) aktivieren – diese Lebensmittel finden Sie sicher an jedem Urlaubsziel.

TO DO:

Welche Bakterienstämme für Sie sinnvollsind sind und welche Probiotika-Produkte vor und während einer Reise wichtig sind, besprechen wir bei einem Beratungsgespräch in der Praxisgemeinschaft 114.
Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

Weitere Tipps für den unbeschwerten Reise-„Genuss“

  • „Cook it, peel it or leave it“ – Lebensmittel, die nicht gekocht sind oder Obst und Gemüse, welches Sie nicht schälen können, sind tabu.
  • Achten Sie auf das „Ploppen“ oder Zischen beim Öffnen einer Wasserflasche. So können Sie sicher sein, eine originalverschlossene Flasche erhalten zu haben.
  • Trinken Sie kein Wasser aus der Leitung und greifen Sie auch beim Zähneputzen zur Wasserflasche.
  • Eiswürfel werden häufig aus Leitungswasser gemacht – verzichten Sie deshalb lieber darauf.

Schönen Urlaub! ☀️

Quellen:
Presseaussendung VEÖ – „Lebenswelt Darm – das Mikrobiom“
Wissenschaftliche Jahrestagung 2019 des Verbandes der Ernährungswissenschafter Österreichs. April 2019
Institut Allergosan, Darmberaterclub-News, August 2019

Bild von PublicDomainPictures, Pixabay

Der „Hast du gepupst?“ – Tag

Der „Hast du gepupst?“ – Tag

Blähungen, für die meisten eine sehr einliche Körperfunktion.
ErnährungswissenschafterInnen
informieren über die Grundlagen dieser Alltäglichkeit und wie man mit der richtigen Ernährung darauf Einfluss nehmen kann.

Kaum etwas ist für viele Menschen so peinlich behaftet wie Blähungen.
Um den Umgang mit dem tabuisierten Thema zu normalisieren und mit Vorurteilen aufzuräumen wurde 2006 der „Hast du gepupst Tag“ am 5. Februar vom deutschen Zeichner und Cartoonist Bastian Melnyk ins Leben gerufen.

Alles nur heisse Luft?

Darmgase sind ein Ergebnis natürlicher Körperfunktionen und bestehen vor allem aus Stickstoff, Kohlendioxyd, Wasserstoff, Methan und Sauerstoff. Blähungen entstehen durch das Verschlucken von Luft, z.B. während des Essens, oder durch die komplexe Bakterienzusammensetzung im Darm, dem sogenannten intestinalen Mikrobiom.
Täglich werden im menschlichen Darm etwa 25 Liter Gas produziert, wovon der größte Anteil wieder resorbiert wird und 0,7-2,4 Liter pro Tag als Blähungen abgegeben werden.
Dies geschieht in 30-120 ml Dosen. Allerdings variiert diese Menge individuell.
Unterschiede im Ernährungsverhalten und im Mikrobiom führen dazu, dass manche Menschen mehr Blähungen als andere haben. Das Ernährungsverhalten beeinflusst das Ausmaß der Darmwinde einerseits direkt, da manche Lebensmittel Blähungen fördern können (z.B. Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebel), während andere sie reduzieren (z.B. Fenchelt, Kümmel, Anis, Bohnenkraut, Pfefferminze). Darüber hinaus beeinflusst das Ernährungsverhalten auch das Mikrobiom und somit indirekt das Ausmaß an Blähungen. Generell produzieren die meisten Menschen mehr Gase nach dem Essen und weniger während des Schlafens. Länger anhaltende und mit Schmerzen verbundene Blähungen können auch auf eine Erkrankung wie Reizdarm oder Morbus Crohn hindeuten und gehören medizinisch abgeklärt.

Tipps gegen Blähungen

  • Verwenden Sie verdauungsfördernde Gewürze! Dazu zählen etwa Anis, Fenchel, Kümmel oder Pfefferminze. Diese Heilpflanzen können Sie zum Würzen von Speisen verwenden oder als Tee trinken.
  • Trinken Sie ausreichend ungesüßte Getränke, v.a. wenn Sie ballaststoffreiche Lebensmittel essen!
  • Auch kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol, Kaffee und Zuckeraustauschstoffe, wie Sorbit das in vielen Diät- und Lightprodukten enthalten ist, können Blähungen auslösen.
    Probieren Sie, ob ein Verzicht dieser Getränke und Lebensmittelbestandteile Erleichterung bringt.
  • Essen Sie mehrere kleine und somit leichter verdauliche Mahlzeiten statt wenigen großen Portionen pro Tag.
    Essen Sie langsam und kauen Sie gut, denn schnelles Essen führt dazu, dass mehr Luft verschluckt wird.
  • Bewegen Sie sich im Alltag und halten Sie so Ihren Darm in Schwung!
  • Versuchen Sie Stress zu reduzieren, denn dieser kann sich nachteilig auf Ihren Darm auswirken!

Weitere Anregungen wie Sie Blähungen reduzieren und Ihre Ernährung gesünder gestalten können, gebe ich Ihnen im Rahmen einer fachgerechten und individuellen Ernährungsberatung.

Symbiose von Mensch und Bakterien

Obwohl die bakterielle Darmbesiedelung eine bedeutende Rolle als Modulator im Stoffwechsel, für das Immunsystem und damit für unsere Gesundheit spielt, wird ihre Bedeutung von vielen Menschen kaum wahrgenommen, weshalb es auch als das „vergessene Organ“ bezeichnet wird. Das Mikrobiom und dessen Stoffwechselprodukte scheinen den Energiestoffwechsel und somit das Körpergewicht zu beeinflussen. Darüber hinaus wird diskutiert, ob das Mikrobiom Auswirkungen auf den Blutdruck sowie auf verschiedenste Erkrankungen wie Nierenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Allergien, Asthma und auf neurologische Störungen hat.
Aufgrund der zu erwartenden positiven Effekte einer gesunden Darmflora zur Prävention chronischer Erkrankungen und des Einflusses des Ernährungsverhaltens auf das Mikrobiom, sind diese Themen aktuell Gegenstand intensiver Forschung und Diskussionen.

VEÖ-Jahrestagung

Das Mikrobiom steht im Zentrum der VEÖ-Jahrestagung 2019 „Lebenswelt Darm. Das Mikrobiom“, welche am 10. April 2019 im Festsaal der Diplomatischen Akademie in Wien stattfinden wird. Neben spannenden Vorträgen rund um offenen Forschungsfragen wie den Einfluss des Mikrobioms auf die menschliche Psyche oder genderspezifische Unterschiede im Mikrobiom erwarten die Teilnehmenden auch eine hochkarätige Diskussionsrunde bezüglich der Frage „Pro und Contra Probiotika“ sowie ein begehbares Darmmodell.
Das Programm finden Sie unter www.veoe.org/termine.

Über den Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ)

Der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) wurde 1991 gegründet. Wichtige Ziele des Verbands bestehen unter anderem in einer fachspezifischen und berufsübergreifenden Fortbildung, einer berufspolitischen und rechtlichen Vertretung, einer Kontaktplattform auf dem Sektor Ernährung sowie der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Essen und Trinken.

Quellen:

Abele et al. (2011). Der Brockhaus Ernährung. Gesund essen, bewusst leben. F.A. Brockhaus/wissenmedia in der inmediaONE GmbH, Gütersloh/München.

Azpiroz, F. (2005). Intestinal gas dynamics: mechanisms and clinical relevance. Gut, 54 (7), 893-895.

Bell, V., Ferrao, J., Pimentel, L., Pintado, M., Fernandes, T. (2018). One Health, Fermented Foods and Gut Microbiota. Foods, 7(12), 195.

Bolin, T. (2013). Wind. Problems with intestinal gas. Australian Family Physician, 42 (5), 280-283.

Danneskiold-Samsoe, N. B., de Freitas Queiroz Barros, H. D., Santos, R., Bicas, J. L., Cazarin, C. B., Madsen, L.,  Kristiansen, K., Pastore, G. M., Brix, S., Marostica Junior, M. R. (2019). Interplay between food and gut microbiota in health and disease. Food Research International, 115, 23-31.

Fava, F., Rizzetto, L., Tuohy, K. M. (2018). Gut microbiota and health: connecting actors across the metabolic system. Proceedings of the Nutrition Society, 18, 1-12.

Giese, S. (2018). Hast-du-gepupst?-Tag. https://www.kuriose-feiertage.de/hast-du-gepupst-tag/ (Zugriff: 2.1.2019)

Radisavljevic, N., Cirstea, M., Finlay, B. B. (2018). Bottoms up: the role of gut microbiota in brain health. Environmental Microbiology, 16.

Scaldaferri, F., Nardone, O., Lopetuso, L. R., Petito, V., Bibbo, S., Laterza, L, Gerardi, V., Bruno, G., Scoleri, I., Diroma, A., Sgambato, A., Gaetani, E., Cammarota, G., Gasbarrini, A. (2013). Intestinal gas production and gastrointestinal symptoms: from pathogenesis to clinical implication. European Review for Medical and Pharmacological Sciences, 17(Suppl 2), 2-10.

Tomlin, J., Lowis, C., Read, N. W. (1991). Investigation of normal flatus production in healthy volunteers. Gut, 32, 665-669.

Quelle: VEÖ-Presseaussendung, 29.1.2018