Milch - wertvolles Lebesmittel

Anfang Juni fand bereits zum 60. Mal der internationale Weltmichtag in über 30 Ländern statt. Unser Lebensmittel „Milch“ und die daraus hergestellten Produkte wurden in den Mittelpunkt gestellt wurde.

Milch und Milchprodukte enthalten alle lebensnotwendige Nährstoffe damit der Körper aufgebaut  und mit Energie versorgt werden kann.

Kaum ein Grundnahrungsmittel ist so umstritten wie die Milch.

Milch ist ein Jahrtausende altes Kulturgut

Milch ist eines der ältesten Lebensmittel. Schon die Sumerer (3. Jahrtausend v. Chr.) erkannten den Wert der nährenden, weißen Flüssigkeit.

Einige Skeptiker meinen, dass Milch einerseits den Körper verschleimt und andererseits stark durch die Medikamente, die den Kühen mittels vorgeschriebener Impfungen zugeführt werden, vergiftet ist. Das kann man so jedoch nicht im Raum stehen lassen.

Milch wird nicht von allen skeptisch betrachtet und wird auch weiterhin als wichtiges Lebensmittel beschrieben.

Die Österreichische Ernährungspyramide zeigt uns, dass wir täglich drei Portionen Milchprodukte zu uns nehmen sollen.
Eine Portion entspricht:
  • Milch (200ml) oder
  • Joghurt (180-250g) oder
  • Topfen (200g) oder
  • Hüttenkäse (200g) oder
  •  Käse (50-60g).
Am besten sind zwei Portionen „weiß“ z.B. Joghurt, Milch, Topfen, Buttermilch, Hüttenkäse und eine Portion „gelb“ wie z.B. Käse.

Milch in der TCM

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gilt Milch als Tonikum mit Qi tonisierender Eigenschaft und erzeugt nur dann innere Feuchtigkeit und Schleim, wenn sie mit Zucker oder gesüßter Schokolade (süßer Kakao) kombiniert wird.

Die Menge wie auch die Zubereitung ist entscheidend. Personen mit einer Feuchtigkeits-Konstitution können in gewissen Situationen Milch nicht sehr gut verdauen und reagieren u.a. mit Völlegefühl, Blähungen, Infektanfälligkeit.

So wird Personen mit innerer Feuchtigkeit beim Milchgenuss zum Ausgleich Gewürze wie Kardamom, Nelken oder Zimt empfohlen und anstatt Zucker u.a. Thymian- oder Rosmarin-Honig.

Milch in der Ayurvedischen Medizin

In der indischen Kultur und Ayurvedischen Medizin wird Milch als kostbares Nahrungsmittel und als Medizin betrachtet. In diesem heißen und trockenen Klima spricht keiner von „Verschleimung“.
Der Mythos „Verschleimung der Atemwege“ stammt aus dem 12. Jahrhundert, Ärzte empfahlen damals Asthma-Patienten auf Milch zu verzichten.
Milch alleine verschleimt nicht! Verschleimend können denaturierte Zubereitungen wirken oder Milch in Kombination mit viel Zucker und diese dann noch kalt getrunken.

“Gesundheitsfaktor” der Milch

Geschmack, Aussehen und Inhaltstoffe der Milch sind von der Fütterungsart abhängig. Viele Konsumenten bevorzugen Milchprodukte von Bauern, die frisches Gras, Heu sowie Bio-Getreide füttern und auf gärendes Silofutter verzichten. Weiters ist ihnen die schonende Verarbeitung der Rohmilch in der Molkerei wichtig, hochtechnologische Prozesse sollten nicht eingesetzt werden.

Das Bewusstsein für tierische Lebensmittel allgemein hat sich verändert. Bio-Qualität ist für viele Personen erste Wahl, da durch strikte gesetzliche Vorgaben u.a. auf artgemäße Tierhaltung, Fütterung mit biologischem Futter, Verzicht auf Wachstums- und Leistungsförderer sowie auf das Verbot des Einsatzes von Gentechnik geachtet wird.

Milchalternativen

Aus Sojabohnen, Reis, Hafer, Dinkel oder Hasel- sowie Cashewnüssen lassen sich milchähnliche Getränke herstellen.
Es wird umgangssprachlich oft fälschlich von „Milch“ gesprochen, im Sinne des Gesetzes ist die Bezeichnung Milch ausschließlich dem durch ein oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis vorbehalten.

Soja-, Nuss- und Getreide-Drinks müssen von einem anderen Blickwinkel betrachtet werden, da sie eine andere Zusammensetzung haben.

Kalzium

Zum Beispiel beim Kalzium kann die pflanzliche Alternative mit der Kuhmilch nicht mithalten.
Milch und Milchprodukte sind hervorragende Kalziumquellen.
  • Das enthaltene Kalzium liegt in einer gut resorbierbaren Form vor.
  • Milchzucker und Vitamin D unterstützen die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm.

Reis-Drinks

Reis-Drinks enthalten anders als Kuh- und Sojamilch kaum Eiweiß, weniger Fett und sind auch mineralstoffarm. Sie sind daher vom Nährstoffgehalt nicht mit Kuhmilch vergleichbar.

Soja-Drinks

Soja enthält hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Jedoch sind auch unerwünschte Pflanzeninhaltsstoffe enthalten, deshalb sollten Säuglingsnahrungen mit Soja-Eiweiß nur bei besonderen medizinischen Gründen und auf ausdrücklichen Rat des Kinderarztes/der Kinderärztin verwendet werden.

Beim Kauf der Milchalternativen sollte auf den Zuckergehalt geachtet werden. Oft wird mit Zucker oder Weizensirup zusätzlich gesüßt und meist werden diverse Vitamine zugesetzt.

Die Herstellung dieser Drinks ist ein hochtechnologischer Prozess und zur Haltbarkeit werden die Getränke auf 135°C erhitzt.







© ursule – Fotolia.com

Lesen Sie hier meine Experten-Tipps zu Milch-Mythos und veganen Alternativen im moments-Magazin.














X